Dickbein, das


Dickbein, das

Das Dickbein, des -es, plur. die -e, im gemeinen Leben, das dicke Bein, d.i. der obere dickere Theil des Fußes bis an das Knie, welcher auch der Schenkel, im gemeinen Leben aber auch die Lende genannt wird. Ehedem wurde dieser Theil der Diech, bey dem Raban Maurus Deoh, bey dem Isidor Dhech, bey dem Willeram Tiehe, Diehe, im Angels. Thio genannt; welches Wort noch im dem Oberdeutschen Deich oder Diech, in dem Nieders. Dee, in dem Holländ. Dige, Dije, und in dem Engl. Thigh, alle in der Bedeutung des Schenkels, übrig ist, aber im Hochdeutschen nicht mehr gehöret wird.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Dickbein — Dịck|bein 〈n. 11; unz.〉 Bein von der Hüfte bis zum Knie [mit Anlehnung an dick entstellt aus Diechbein; zu mhd. diech <ahd. dioh „Schenkel“, engl. thigh] * * * Dịck|bein, das [urspr. wohl zu mhd. diech = Schenkel, volksetym. an dick… …   Universal-Lexikon

  • Bein, das — Das Bein, des es, plur. die e, Diminutivum das Beinchen, im Oberdeutschen das Beinlein. 1. Der Röhrknochen in dem Fuße zwischen dem Knie und dem Plattfuße, und dann auch der ganze Fuß. 1) Eigentlich. Ein Bein brechen. Die Beine sind ihm… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Schottische Küche — Die Schottische Küche – d. h. die Esskultur Schottlands und der schottischen Inseln – hat, obwohl sie von derselben Insel stammt, nicht viel mit der Englischen Küche gemeinsam. Gemeinsam haben sie insbesondere das britische Frühstück und… …   Deutsch Wikipedia

  • Schlachten — (Metzgen), das gewerbsmäßige Töten der Schlachttiere, soll so ausgeführt werden, daß der Tod sicher, schnell und schmerzlos erfolgt, und daß das Fleisch gesundes Aussehen und möglichst große Haltbarkeit besitzt. Letztere ist wesentlich abhängig… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Schenkel, der — Der Schênkel, des s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Schenkelchen. 1. Im weitesten Verstande, wo es in verschiedenen einzelnen Fällen ein in die Länge ausgedehntes Ding bedeutet, dessen Länge die Breite und Dicke weit übertrifft. In dem Bergbaue …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Keule, die — Die Keule, plur. die n, ein Werkzeug, besonders zum Schlagen und Stoßen, welches sich nach unten zu verdicket, und sich daselbst in einen rundlichen kugelförmigen Körper endiget. 1. Eigentlich. Jemand mit einer Keule todt schlagen. Jeder Schäfer… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Schinken — Schinken, 1) das Dickbein mit dem Gefäß; 2) das Dickbein mit dem daran befindlichen Fleische, vorzüglich von Schweinen, welches eingesalzen u. geräuchert wird; man macht auch Vorderschinken. In Deutschland liefert die besten Schweineschinken… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Gehen — Gehen, verb. irreg. ich gehe, du gehst, er geht; Imperf. ich ging; Mittelw. gegangen; Imperat. gehe oder geh. Es ist ein Neutrum, welches alle Mahl, den Fall ausgenommen, wenn es ein Reciprocum ist, das Hülfswort seyn erfordert, und überhaupt den …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Dick — Dick, er, este, adj. et adv. welches eine Art der körperlichen Ausdehnung im Gegensatze der Länge und Breite ausdruckt; und zwar, 1. Eigentlich, da dieses Wort, 1) diese Ausdehnung überhaupt andeutet, ohne Rücksicht auf ihren Umfang. Mit dem… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Lende, die — Die Lênde, plur. die n, Diminut. das Lendchen. 1) Die obere Fläche der hintersten Theile des Schmerbauches über der Hüfte und dem Gesäße; welchen Theil man bey heftigen Arbeiten oder starken Bewegungen mit einem breiten Gurte zu umgeben pflegt,… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart


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