Gebieth, das

Gebieth, das

Das Gebieth, des -es, plur. die -e. 1. Der Zustand, da man andern zu gebiethen hat; ohne Plural. Das Gebieth über ein Land bekommen. Unter dem Gebiethe der Herrschaft Genua stehen. Noch mehr aber 2. derjenige Bezirk, worin jemand zu gebiethen hat, Diminut. das Gebiethchen, Oberd. Gebiethlein. 1) Eigentlich. Das Gebieth einer Stadt. Das Türkische, Mailändische, Venetianische Gebieth. Alexander wurde im Verhältnisse kleiner, wie seine eroberten Gebiethe größer wurden. 2) Figürlich. Das Gebieth der Beredsamkeit und Dichtkunst erstreckt sich weiter, als das Gebieth der übrigen Künste. Das unermeßliche Gebieth der unkörperlichen Welt.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

Игры ⚽ Нужна курсовая?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Reich, das — Das Reich, des es, plur. die e, ein Wort, welches die beyden Bedeutungen der Menge und der Macht in sich vereiniget. Es kommt in doppelter Gestalt vor. 1. Als ein Abstractum und ohne Plural, für Herrschaft, Regierung, d.i. Recht und Gewalt, das… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Land, das — Das Land, des es, plur. die Länder, (Oberd. die Lande,) Diminut. das Ländchen, Oberd. Ländlein. 1. Der feste Theil der Erdkugel, im Gegensatze des Wassers, und besonders der Meere; in welcher Bedeutung der Plural ungewöhnlich ist. Das feste Land …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Heim, das — * Das Heim, des es, plur. die e, oder die Heime, plur. die n, ein, wenigstens im Hochdeutschen, völlig veraltetes Hauptwort, welches nur um der folgenden Wörter willen zu merken ist. Es bedeutete, 1) einen Zaun; welche Bedeutung Schilter als die… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Revier, das — Das Revier, des es, plur. die e, Dimin. das Revierchen, Oberd. Revierlein, ein in seine Gränzen eingeschlossener Theil der Erdfläche von unbestimmter Größe, ein Bezirk, eine Gegend. Das Stadt Revier, das Gebieth der Stadt. Im Forstwesen wird der… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Stift, das — Das Stift, des es, plur. die e, in den gemeinen Sprecharten er, von dem Zeitworte stiften, in dessen zweyten Hauptbedeutung, eine gestiftete Sache, ein gestiftetes Ding, wo es besonders von einigen einzelnen Arten vorkommt. Ein Bund, ein Bündniß …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Bisthum, das — Das Bisthum, des es, plur. die thümer, das geistliche und weltliche Gebieth eines Bischofes. Ein großes, weitläuftiges Bisthum. Die Truppen rückten in das Bisthum Bamberg ein. Ingleichen, die damit verbundene bischöfliche Würde. Ein Bisthum… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Fürstenthum, das — Das Fürstenthum, des es, plur. die thümer. 1. Die Gewalt und Würde eines Fürsten, so fern dieses Wort in der allgemeinsten Bedeutung, den Ersten und Obersten eines Staatskörpers bezeichnet. In dieser veralteten Bedeutung wird es Epist. Jud. 6 von …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Decanāt, das — Das Decanāt, des es, plur. die e, aus dem mittlern Latein. Decanatus, die Würde eines Decans und dessen Ehrenamt; ingleichen das ihm untergebene Gebieth, wie auch dessen Wohnung …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Erzbisthum, das — Das Êrzbisthum, des es, plur. die thümer, welches aus Erzbischofthum zusammen gezogen worden, das geistliche und weltliche Gebieth eines Erzbischofes …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Geleitsgebieth, das — Das Geleitsgebieth, des es, plur. die e, dasjenige Gebieth, in welchem jemanden das Geleitsrecht zukommt …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”