Quengeln


Quengeln

Quêngeln, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches nur in den gemeinen Sprecharten, besonders Niederdeutschlandes, üblich ist, und mit einer klaren, gedehnten, weichlichen weibischen Stimme reden, bedeutet. Ihre Frömmigkeit hatte jenen quengelnden Ton, der in einigen Gegenden Deutschlandes herrscht, Hermes. Es ist ohne Zweifel eine Nachahmung dieses Lautes selbst, und vermittelst der Endsylbe -ein, das Intensivum von quenen, wovon quinen im Nieders. noch jetzt ächzen, stöhnen bedeutet. Es wird in einigen Gegenden, z.B. in der Mark Brandenburg, auch figürlich für tändeln gebraucht, eigentlich wohl, sich auf eine weichliche, unbeständige, kindische Art betragen; wo es von Stosch sehr unwahrscheinlich von dem alten Quen, eine Frau, abgeleitet wird.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Quengeln — bezeichnet in der Medizin eine Behandlung von versteiften Gelenken mittels geeigneter Hilfsmittel. Typische Hilfsmittel sind dabei Verbände, Spanner und Schrauben.[1] Das Grundprinzip dieser Hilfsmittel besteht darin, dass auf das Gelenk eine der …   Deutsch Wikipedia

  • quengeln — V. (Oberstufe) ugs.: leise vor sich hin weinen Synonyme: jammern, greinen (ugs.) Beispiel: Das Kind quengelte, weil es seinen Willen nicht bekommen hat. quengeln V. (Oberstufe) ugs.: weinerlich nörgeln Synonym: maulen (ugs.) Beispiele: Wenn ihr… …   Extremes Deutsch

  • quengeln — quengeln(quängeln)intr unzufrieden,mißmutigsichäußern;wehleidigsein;weinerlichenTonsnachetwverlangen;durchNörgelnlästigfallen.Gehtzurückaufmhd»twengen=drücken;Gewaltantun«.1700ff …   Wörterbuch der deutschen Umgangssprache

  • quengeln — Vsw std. stil. (18. Jh.) Stammwort. Eigentlich zwängeln (zwingen, zwängen) in ostmitteldeutscher Lautform. deutsch d …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • quengeln — (ugs. für:) »lästig fallen (besonders von Kindern)«: Das seit dem 18. Jh. bezeugte Verb stellt sich wahrscheinlich als Iterativintensivbildung zu mhd. twengen, mnd. dwengen »zwängen, drücken; bedrängen, nötigen« (vgl. ↑ zwängen). Zum… …   Das Herkunftswörterbuch

  • quengeln — die Daumenschrauben anziehen (umgangssprachlich); dringen; dringend bitten; Druck ausüben; Druck machen; Dampf machen (umgangssprachlich); drängen; pöbeln (umgangssprachlich); …   Universal-Lexikon

  • quengeln — 1. a) heulen, jammern, schluchzen, weinen, wimmern; (schweiz.): zwängeln; (ugs.): maunzen; (nordd. ugs.): quesen; (meist abwertend): quäken; (ugs. abwertend): flennen, greinen; (landsch.): knarzen, knatschen, knautschen, knietschen; …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • quengeln — quẹn·geln; quengelte, hat gequengelt; [Vi] 1 gespr; leise und klagend weinen <Kinder> 2 gespr; (von Kindern) immer wieder (weinerlich) Wünsche oder Klagen äußern: Hör endlich auf zu quengeln! 3 (über etwas (Akk)) quengeln gespr pej;… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • quengeln — quengele …   Kölsch Dialekt Lexikon

  • quengeln — quẹn|geln (umgangssprachlich für weinerlich nörgelnd immer wieder um etwas bitten, keine Ruhe geben [meist von Kindern]); ich queng[e]le …   Die deutsche Rechtschreibung