Aufopfern


Aufopfern

Aufopfern, verb. reg. act. als ein Opfer weggeben, doch nur in einigen figürlichen Bedeutungen. 1) Den Tod, den Untergang eines andern wissentlich befördern. Die Soldaten wurden ohne Noth aufgeopfert. Ingleichen reciproce, sich dem Vaterlande, oder sich für das Vaterland aufopfern, aus Liebe für das Vaterland seine Kräfte, seinen Wohlstand u.s.f. dahin geben. 2) In weiterer Bedeutung, in Schaden, Unglück, Gefahr u.s.f. bringen. Er hat mich seinem Geitze aufgeopfert, aus Geitz um mein Vermögen gebracht. Aus Gehorsam gegen die Ältern wird man oft einer ungleichen Ehe aufgeopfert, Gell. 3) Sich einer Sache freywillig begeben, besonders zum Besten eines andern. Einem Habe und Gut aufopfern, oder Habe und Gut für einen aufopfern. Sollte ich meine Liebe meinem Ehrgeitze aufopfern? Er kämpfte mit seiner Leidenschaft, in dem Entschlusse, sie der kindlichen Liebe aufzuopfern, Dusch. Einem seine Ruhe, sein Gewissen, seine Glückseligkeit aufopfern. Glaubest du, daß man ein Freund seyn kann, ohne für diesen preiswürdigen Nahmen etwas aufzuopfern? Dusch. 4) Widmen. Seine Jugend den Wollüsten aufopfern. Sein Leben Gott, sich Gott aufopfern.

So auch die Aufopferung, nicht nur in der Bedeutung der Handlung, sondern auch der aufgeopferten Sache selbst. Dein Glück hat mir viele Aufopferungen gekostet.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • aufopfern — sich aufopfern sich abarbeiten, sich einsetzen, sich ergeben, sich hingeben, sich opfern; (geh.): sein Herzblut hingeben; (südwestd., schweiz.): sich abschaffen; (ugs.): sich bis aufs [letzte] Hemd ausziehen, das letzte/sein letztes Hemd hergeben …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • aufopfern — auf·op·fern (hat) [Vt] 1 (jemandem / etwas) etwas aufopfern geschr; etwas ganz in den Dienst einer Person / Sache stellen <sein Leben, seine Zeit jemandem / etwas aufopfern>: Er hat seine ganze Energie und Kraft der Politik aufgeopfert;… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • aufopfern — drangeben (umgangssprachlich); hingeben; opfern; darangeben * * * auf|op|fern [ au̮f|ɔpf̮ɐn], opferte auf, aufgeopfert <+ sich>: sich ohne Rücksicht auf die eigene Person einsetzen: die Eltern opfern sich für ihre Kinder auf. Syn.: sich ↑… …   Universal-Lexikon

  • aufopfern — auf|op|fern ; sich [für jemanden oder etwas] aufopfern …   Die deutsche Rechtschreibung

  • aufopfern, sich — sich aufopfern V. (Mittelstufe) sich einer Sache oder jmdm. hingeben, ohne auf sich selbst Rücksicht zu nehmen Beispiele: Sie hat sich für ihre Kinder aufgeopfert. Er hat sein ganzes Leben für andere Menschen aufgeopfert …   Extremes Deutsch

  • drangeben — aufopfern; hingeben; opfern; darangeben * * * drạn||ge|ben 〈V. tr. 143; hat; umg.〉 = darangeben * * * drạn|ge|ben <st. V.; hat: hingeben, opfern: sein Leben für etw. d. * * * drạn|ge|ben …   Universal-Lexikon

  • opfern — 1. Opfer bringen; (geh.): Opfer darbringen. 2. hergeben, herschenken, hinopfern, zum Opfer bringen; (geh.): aufopfern, darangeben, dreingeben, [ein Opfer] darbringen, hingeben, preisgeben; (dichter.): dahingeben. sich opfern a) (geh.): sich… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Herzblut — Energie; Heftigkeit; Leidenschaftlichkeit; Leidenschaft; Passion; Tatkraft; Verve (fachsprachlich); Dynamik; Eifer * * * Hẹrz|blut 〈n.; (e) …   Universal-Lexikon

  • hingeben — widmen; überlassen; zueignen; zuwenden; spendieren; überreichen; gewähren; überantworten; übergeben; beschenken; bescheren; schenke …   Universal-Lexikon

  • opfern — drangeben (umgangssprachlich); aufopfern; hingeben; darangeben * * * op|fern [ ɔpf̮ɐn]: 1. <tr.; hat in einer kultischen Handlung jmdn., etwas einer Gottheit darbringen, hingeben: ein Lamm [am Altar] opfern. 2. <tr.; hat zugunsten eines… …   Universal-Lexikon