Schlenge, die


Schlenge, die

Die Schlênge, plur. die -n, ein nur in den Niederdeutschen Marschländern übliches Wort, ein in das Wasser gebauetes Flechtwerk zur Abhaltung des Wassers zu bezeichnen, welches daselbst auch eine Schlacht genannt wird. Die Fluthschlenge, ein solcher aus Flechtwerk und Faschinen bestehender Damm, das Wasser zur Zeit der Fluth abzuhalten. Die Scherschlenge, eine auf Ebbe und Fluth angelegte Schlenge in Gestalt einer Krebschere. Daher das Schlengengeld, der Schlengenmeister u.s.f. in eben den Bedeutungen, in welchen daselbst auch Schlachtgeld, Schlachtmeister u.s.f. üblich sind. Es ist von dem Niederd. schlengen, schlingen, winden, flechten.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Schlenge — Schlẹn|ge 〈f. 19; nddt.〉 Reisigbündel, Flechtwerk als Uferschutz [→ schlingen1] * * * Schlẹn|ge, die; , n [mniederd. slenge, zu 1↑schlingen] (nordd.): der Landgewinnung od. dem Schutz des Ufers dienende buhnenartige Anlage …   Universal-Lexikon

  • Schlenge — Schlẹn|ge, die; , n (norddeutsch für Reisigbündel; Buhne) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Schlacht, die — Die Schlacht, plur. die en, von dem Zeitworte schlagen, daher dasselbe noch in mehrern verschiedenen Bedeutungen gebraucht wird. 1) In den Niederdeutschen Marschländern ist die Schlacht ein von Buschwerk und Rasen von dem Ufer ab in das Wasser… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Osterdeich — Straße in Bremen …   Deutsch Wikipedia

  • Buhne — Holzbuhne am Jadebusen bei Wilhelmshaven …   Deutsch Wikipedia

  • Buhnen — Holzbuhne in Wilhelmshaven (Jadebusen) Eine Stahlbeton Buhne aus den 1930er Jahren am Weststrand der Insel Sylt …   Deutsch Wikipedia

  • Bühne [1] — Bühne (Abweiser, Stake, Schlenge, Zunge), dammartiges Flußbauwerk, aus Stein oder aus Faschinen zusammengefügt, das mit einem Ende (Wurzel) in das Ufer eingreift und mit dem andern (Kopf) frei in den Fluß hineinragt, um dem Fluß eine andre… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Schlingen (2) — 2. Schlingen, verb. irreg. welches mit dem vorigen auf einerley Art conjugieret wird. Es kommt in doppelter Gestalt vor. 1. * Als ein Neutrum, da es ehedem, und vielleicht noch jetzt in einigen Oberdeutschen Gegenden, für kriechen gebraucht wurde …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart