Schnepfe, die


Schnepfe, die

Die Schnêpfe, plur. die -n, eine Art wildes Geflügels mit vier nackten Zehen, in der Dicke eines Repphuhnes, welches die morastigen Wälder bewohnet, und einen langen dünnen Schnabel hat; Scolopax L. Es gibt ihrer verschiedene Arten, wohin die Wald-, Holz- oder Bergschnepfe, die Doppelschnepfe, die Heerschnepfe oder Himmelsziege, welche auch nur Schnepfe schlechthin genannt wird, die Haarschnepfe und die Mohr- oder Riedschnepfe gehören.

Anm. Nieders. Sneppe, Snippe, im Schwed. und Norweg. auch Sneppe, im Engl. Snipe. Sie hat den Nahmen von ihrem eigenthümlichen langen Schnabel, von welchem sie schon im Griech. und Lat. Scolopax, Langschnabel, und im Hebr. Kore heißt. In vielen Gegenden, besonders Oberdeutschlandes, ist dieses Wort männlichen Geschlechtes, der Schnepf.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Schnepfe — (»Schnabelvogel«; Scolopax L.), Gattung der Stelzvögel aus der Familie der Schnepfen, (Scolopacidae), meist kleinere Vögel mit gedrungenem Leib, mittelgroßem, hochstirnigem Kopf, sehr weit nach oben und hinten stehenden Augen, langem, geradem,… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Schnepfe — (Scolopax), Gattung aus der Familie der schnepfenartigen Sumpfvögel; Beine vierzehig, nicht sehr hoch u. am Unterschenkel nur wenig nackt, Hinterzehe auftretend, Schnabel zwei bis dreimal so lang als der Kopf, gerade, mit weicher kolbiger Spitze …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Schnepfe — (Scolopax), eine Vogelgattung aus der Ordnung der Watvögel, mit langem, geradem und biegsamem Schnabel, die 3 Vorderzehen fast immer ganz getrennt, die großen Augen weit nach hinten gestellt u. die an der Schnabelwurzel stehenden Nasenlöcher in… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Schnepfe — Schnepfe: Der Vogel ist nach seinem langen, spitzen Schnabel benannt. Mhd. snepfe, ahd. snepfa, niederl. snip stehen im Ablaut zu aisl. ‹mȳri ›snīpa »‹Moor›schnepfe« (norw. snipe, engl. snipe) und sind verwandt mit Ausdrücken für »Schnabel,… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Schnepfe — Sf erw. fach. (9. Jh.), mhd. snepfe m., ahd. snepfa, as. sneppa Stammwort. Der Vogel heißt vermutlich so nach seinem langen Schnabel, obwohl ein eindeutiges Grundwort nicht festzustellen ist (zu Schnabel und schnappen, sowie Schneppe). Nicht ganz …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Schnepfe — 1. Die Schnepfen fliegen nicht gebraten ins Maul. Holl.: De gebraden snippen (duiven, leeuweriken) komen u niet in den mond vliegen. (Harrebomée, II, 279b.) 2. Eine Schnepfe bedeckt den Teller nicht. (Surinam.) Mit unzulänglichen Mitteln kann man …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Schnepfe — Schnepfenvögel Bekassine (Gallinago gallinago) Systematik Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata) …   Deutsch Wikipedia