Ausbaden


Ausbaden

Ausbaden, verb. reg. 1. Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, so lange baden, als nöthig ist; ingleichen aufhören zu baden.

2. Activum, aber nur im gemeinen Leben, etwas ausbaden müssen, für eines andern Vergehen büßen müssen, wo ausbaden aus der eben so niedrigen R.A. das Bad austragen müssen, zusammen gezogen zu seyn scheinet. S. Bad.


So hast dus da erst auszubaden,

Gell.


Wachter glaubt, aber mit weniger Wahrscheinlichkeit, daß es in dieser Bedeutung von dem Angels. bot, bote, Buße herkomme, und daher eigentlich so viel sey, als ausbüßen. Eher könnte man es als ein Überbleibsel von dem alten beidan, leiden, ansehen, womit auch das Lat. pati überein kommt, und wovon sich noch bey dem Ulphilas usbeidan für leiden, erdulden, findet.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • ausbaden — Vsw die Folgen tragen std. stil. phras. (15. Jh., Bedeutung 17. Jh.) Stammwort. Die Wendung etwas ausbaden müssen in der heutigen Bedeutung ist erst seit dem 17. Jh. sicher bezeugt. Die Ausgangsbedeutung ist unklar. Zu bedenken ist zunächst die… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • ausbaden — ↑ Bad. • ausbaden etw. ausbaden müssen (ugs.) »die Folgen von etwas tragen müssen« Die Wendung bezieht sich wahrscheinlich darauf, dass früher, wenn mehrere Personen nacheinander gebadet hatten, der Letzte das Wasser ausgießen und das Bad säubern …   Das Herkunftswörterbuch

  • ausbaden — V. (Aufbaustufe) ugs.: die Konsequenzen von etw. tragen Synonyme: büßen, geradestehen, einstehen, bezahlen Beispiele: Er musste den angerichteten Schaden ausbaden. Sie hat den Fehler gemacht, und ich muss ihn jetzt ausbaden …   Extremes Deutsch

  • ausbaden — aufkommen, bereinigen, bezahlen, büßen, die Folgen/Konsequenzen tragen, die Verantwortung übernehmen, einstehen, geradestehen, haften, herhalten, wiedergutmachen, zur Verantwortung gezogen werden; (ugs.): auf seine [eigene] Kappe nehmen, den… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • ausbaden — aus·ba·den (hat) [Vt] etwas ausbaden (müssen) gespr; die unangenehmen Folgen von etwas tragen (müssen) <die Fehler, Versäumnisse eines anderen ausbaden> …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • ausbaden — aus|ba|den [ au̮sba:dn̩], badete aus, ausgebadet <tr.; hat (ugs.): (für etwas, was man selbst oder ein anderer verschuldet hat) die Folgen tragen, auf sich nehmen müssen: seine Frechheiten hatten wir auszubaden. Syn.: aufkommen für, bezahlen… …   Universal-Lexikon

  • Ausbaden — *1. Das werde ich ausbaden müssen. – Grimm, I, 827, 1070. Eine unangenehme Angelegenheit zu Ende bringen. Lat.: In me cudetur haec faba. (Terenz.) *2. Er hat aussbadt. – Egenolff, 98a; Henisch, 170. Von denen, die das Ihre verzehrt haben, wie vom …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • ausbaden — ausbadenv etwausbadenmüssen=dieunangenehmenFolgentragenmüssen.LeitetsichvielleichthervoneinermittelalterlichenBadesitte:VonmehrerenPersonen,dienacheinandergebadethatten,mußtedieletztedieWanneleerenundreinigen,wasaberauchAufgabedesBadeknechtsseinko… …   Wörterbuch der deutschen Umgangssprache

  • ausbaden — aus|ba|den …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Etwas ausbaden müssen —   Die Wendung bezieht sich wahrscheinlich darauf, dass früher im öffentlichen Bad der letzte Badegast das von mehreren Badenden benutzte Badewasser ausgießen und das Bad säubern musste. Die Wendung wird umgangssprachlich für »die Folgen für etwas …   Universal-Lexikon