Ausbiethen


Ausbiethen

Ausbiethen, verb. irreg. von biethen, pretium offerre, praebere. 1. Neutrum mit haben. 1) Anfangen zu biethen, das erste Geboth thun; wofür doch anbiethen, und für Ausgeboth Angeboth üblicher ist. 2) Aufhören zu biethen. 2. Activum. 1) Etwas ausbiethen, es jedermann anbiethen; im Österreichischen ausfeilen. 2) Einen ausbiethen, ihn durch ein höheres Geboth vertreiben. 3) Einen Pachter, einen Miethmann ausbiethen, ihm den Pacht, die Miethe aufsagen. 4) * Jemanden ausbiethen, ihn zum Zweykampfe heraus fordern, im Hochdeutschen ungewöhnlich. In den beyden letztern Bedeutungen ist es von biethen in gebiethen. Daher die Ausbiethung in den Bedeutungen des Activi.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Aus — Aus, eine Partikel, welche denjenigen Ort bezeichnet, in dessen Innern eine Bewegung oder Handlung ihren Anfang nimmt, und welche in einer doppelten Gattung üblich ist. I. Als eine Präposition, welche die dritte Endung nach sich erfordert; und da …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Aufbiethen — Aufbiethen, verb. irreg. act. (S. Biethen,) welches nach Maßgebung des verschiedenen Gebrauches des einfachen Verbi auch von verschiedener Bedeutung ist. 1. So fern biethen, für befehlen gebraucht wird, bedeutet aufbiethen eigentlich, befehlen… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Ausfeilen — Ausfeilen, verb. reg. act. von feilen, limare. 1) Durch Feilen aushöhlen. Ein Stück Metall ausfeilen. 2) Durch Feilen heraus bringen, heraus feilen. Ein Loch, einen Rostflecken ausfeilen. 3) Vermittelst der Feile zur Vollkommenheit bringen, mit… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Ausgeboth, das — * Das Ausgeboth, des es, plur. die e, das erste Geboth. S. Ausbiethen …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Biethen — Biethen, verb. irreg. act. ich biethe, du biethest, er biethet, (Oberdeutsch du beuthst, er beuth,) Imperf. ich both, Supin. gebothen, Imperat. biethe (Oberdeutsch beuth); welches ehedem zwey Hauptbedeutungen hatte, und zum Theil noch hat.… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Feil — Feil, adj. et adv. zum Verkaufe bestimmt, was zu verkaufen ist. Korn, Obst, Vieh u.s.f. feil haben, es zu verkaufen haben. Etwas feil biethen, es zum Verkaufe ausbiethen, andern anbiethen; im Oberd. es ausfeilen. Sein Haus, seinen Garten feil… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart