Auskommen


Auskommen

Auskommen, verb. irreg. neutr. (S. Kommen,) welches mit dem Hülfsworte seyn verbunden wird.

1. Heraus oder hinaus kommen. 1) In eigentlicher Bedeutung, obgleich nur selten. Die jungen Hühner sind noch nicht ausgekommen, aus den Eyern. Man kann hier weder aus- noch einkommen; wo man aber noch häufiger das kommen wegläßt: man kann hier weder aus noch ein. 2) In weiterer Bedeutung, aus dem Hause kommen, unter die Leute kommen. Ich bin heute noch nicht ausgekommen. Er kommt das ganze Jahr nicht aus. 3) Figürlich. (a) Bekannt werden, im gemeinen Leben. Die Sache wird gewiß auskommen. Ich muß mein Möglichstes thun, daß es nicht auskomme. Durch mich soll es nicht auskommen. (b) Entstehen, doch nur von Feuersbrünsten. Es ist Feuer in der Stadt ausgekommen. Das Feuer ist bey ihm, durch ihn ausgekommen. Kero gebraucht usquehman auch in andern Fällen für entstehen.

2. Bis zu Ende kommen, doch nur in verschiedenen figürlichen Bedeutungen. 1) Zu einer gewissen Absicht genug haben. Der Schneider wird mit dem Zeuge nicht auskommen. Besonders zu seinem Unterhalte genug haben. Ich kann mit diesem Gehalte nicht auskommen. Er kann gar wohl auskommen, hat seinen reichlichen Unterhalt. S. auch das folgende Hauptwort. 2) Seine Absicht mit etwas erreichen. Er kann mit seiner Rechnung nicht auskommen, kann sie nicht gehörig ablegen. Mit dieser Entschuldigung werden sie dieß Mahl nicht auskommen, Gell. 3) Mit einem auskommen, friedlich mit ihm leben. Es kann niemand mit ihm auskommen. Es ist mit ihm nicht auszukommen. Wie gut werden sie nicht mit ihm auskommen! Gell.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • auskommen — V. (Mittelstufe) ohne jmdm. oder etw. fertig werden Beispiele: Ohne deine Hilfe kommen wir bestimmt nicht aus. Heutzutage würden wir ohne Computer kaum auskommen. auskommen V. (Aufbaustufe) ohne Streit miteinander leben, sich mit jmdm. sehr gut… …   Extremes Deutsch

  • Auskommen — Auskommen, mit Geld zur Deckung der nöthigen Ausgaben genügend versehen sein …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Auskommen — ↑Existenz …   Das große Fremdwörterbuch

  • auskommen — auskommen, auskömmlich ↑ kommen …   Das Herkunftswörterbuch

  • auskommen — harmonieren * * * aus|kom|men [ au̮skɔmən], kam aus, ausgekommen <itr.; ist: 1. a) von etwas so viel zur Verfügung haben oder etwas so einteilen, dass es für einen bestimmten Zweck reicht: sie kommt mit ihrem Geld gut aus. Syn.: ↑ hinkommen… …   Universal-Lexikon

  • auskommen — aus·kom·men (ist) [Vi] 1 mit jemandem (gut / schlecht) auskommen ein gutes / schlechtes Verhältnis zu jemandem haben ≈ sich mit jemandem (gut / schlecht) vertragen / verstehen: Kommt ihr gut miteinander aus oder streitet ihr häufig? 2 mit… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Auskommen — Aus·kom·men1 das; s; nur Sg; 1 Geld, das man regelmäßig bekommt und das für den Lebensunterhalt reicht <ein gutes, sicheres Auskommen haben> 2 sein Auskommen haben genug Geld zum Leben haben Aus·kom·men2 das; meist in mit jemandem gibt es… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Auskommen — das Auskommen (Oberstufe) Einkommen, das für jmds. Unterhalt ausreicht Synonym: Lebensunterhalt Beispiel: Er hat als Beamter ein sicheres Auskommen gefunden. Kollokation: ein gutes Auskommen garantieren …   Extremes Deutsch

  • Auskommen — 1. Es kommt alles aus. Lat.: Fama prodit omnia. 2. Mit vielem kommt man aus, mit wenigem hält man Haus. 3. Wer nich ûtkümmt, kümmt nich in. (Strelitz.) 4. Wer nicht auskommt, kommt auch nicht ein. Lat.: Austeritas solitudinis comes. –… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Auskommen — 1. ausreichen, genügen, reichen, sein Auskommen haben, über die Runden kommen, zurechtkommen; (österr.): das/sein Auslangen finden; (ugs.): hinkommen, hinreichen mit, langen; (österr. ugs.): sein Drauskommen haben; (landsch.): auslangen. 2. gut… …   Das Wörterbuch der Synonyme