Theilung, die


Theilung, die

Die Theilung, plur. die -en, das Verbale des Zeitwortes theilen, die Handlung des Theilens in allen Bedeutungen des Zeitwortes. Bey dem Ottfried mit dem u (jetzt e) abstracto Deilu. Die Theilung einer Erbschaft, einer Linie, eines Wortes u.s.f. Daher das Theilungsglied, in der Logik, ein Begriff, welcher die Art der Haupt-Idee, von welcher man eine Eintheilung macht, anzeigt, membrum diuidens; das Theilungsrecht, das Recht, die Befugniß, ein Ding zu theilen, besonders ein Grundstück unter die Erben zu theilen; das Theilungszeichen, in der Sprachkunst, vermittelst dessen die Theilung eines Wortes angezeiget wird, besonders am Ende der Zeilen, (- oder =) bey den Buchdruckern der Divis.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Theilung — Theilung, 1) die Zerlegung eines Ganzen in die einzelnen Theile, woraus es besteht od. zusammengesetzt ist; 2) T. der Sylben, s.u. Sylbe; 3) (Deichw.), so v.w. Deichpfand, s.u. Deich; 4) T. der Intervallen (Mus.), s.u. Verhältniß der Intervallen; …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Theilung — 1. Bei Theilung der Güter zertrennen sich die Gemüther. – Pistor., V, 94. 2. Eine richtige Theilung gefällt nicht allen Leuten. – Oec. rur., 624. 3. Theilung bricht Erbe. – Graf, 560, 71. 4. Theilung bricht gesammte Hand. – Hillebrand, 811, 110;… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Todtheilung, die — Die Todtheilung, plur. die en, in dem Deutschen Staatsrechte, besonders der mittlern Zeiten, diejenige Theilung eines Landes, da es mit Aufhebung aller Gemeinschaft unter die Erben oder Glieder eines Geschlechtes so getheilet wird, daß jeder… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Schichtung, die — Die Schichtung, plur. die en, von Schichten 1, die Theilung. Besonders in den Rechten, diejenige Theilung eines gemeinschaftlichen Vermögens, welche der überlebende Ehegatte alsdann vorzunehmen verbunden ist, wenn er zur zweyten Ehe schreiten… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Lehenware, die — Die Lehenware, oder Lehnware, plur. doch nur von mehrern Summen, die n, dasjenige Geld, welches der Lehenmann dem Lehenherren bey vorkommenden Lehensfällen und bey Empfangung der Lehen zur Anerkennung seines obern Eigenthumsrechtes entrichtet,… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Scherbe, die — Die Schêrbe, plur. die n, Diminut. das Scherbchen, Oberd. Scherblein, ein Wort, in welchem ein doppelter Hauptbegriff Statt findet. 1) Der Theilung, des Bruches, wo es im weitesten Verstande eigentlich ein Stück eines Ganzen ist, welche Bedeutung …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Erbtheilung, die — Die Êrbtheilung, plur. die en, die Theilung einer Erbschaft; im gemeinen Leben die Erbschicht …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Erbschicht, die — Die Êrbschicht, oder Erbschichtung, plur. die en, die Theilung eines Erbes, oder einer Erbschaft; wofür im Hochdeutschen Erbtheilung üblicher ist. Daher der Erbschichter, ein gleichfalls wenig gebräuchliches Wort, der willkührlich erwählte… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Grundtheilung, die — Die Grundtheilung, plur. die en, eine solche Theilung unbeweglicher Güter, wodurch zugleich das Geschlechtseigenthum aufgehoben wird, die Todtheilung; zum Unterschiede von der Mutschirung …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Sprücke, die — Die Sprücke, plur. die n, Diminut. das Sprückchen, auf dem Lande einiger Gegenden, z.B. im Amte Skeuditz unförmliche Grasflecke, welche ein jeder Nachbar von einem Gemeinstücke zu seinem Antheile eingeräumt bekommt, mit den Hauptstücken nicht… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart