Auswittern


Auswittern

Auswittern, verb. reg. welches auf gedoppelte Art üblich ist.

I. Als ein Neutrum. 1. Mit seyn. 1) Von der Witterung aufgelöset, seiner vorzüglichen Theile beraubt werden; besonders im Bergbaue. Das Erz wittert aus, wenn es durch die Luft seines metallischen Gehaltes beraubet wird. 2) Der Witterung gehörig ausgesetzet seyn. Den Thon ein Jahr lang unter freyem Himmel auswittern lassen, von der Luft durchstreichen lassen. 2. Mit haben, aufhören zu wittern, oder zu donnern. Er kam nachdem es ausgewittert hatte, Lichtw. Bis daß ihr Eifer ausgewittert, ebend. im figürlichen Verstande.

II. Als ein Activum. 1. Der freyen Luft aussetzen; in einigen Fällen des gemeinen Lebens. So sagt man von den Bienen, daß sie sich auswittern oder verwittern, wenn sie an einem hellen Tage vor dem Stocke auf und nieder fliegen. 2. Auflösen und der vorzüglichen Theile berauben, von der Witterung, d.i. der Luft und den unterirdischen Dünsten, besonders im Bergbaue. Die Luft wittert die Erze aus.

So auch die Auswitterung, unter welchem Worte die Bergleute zuweilen auch die Dünste selbst verstehen.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Auswittern — (Ausblühen, Effloreszieren), das Entstehen eines lockeren kristallinischen, gewöhnlich weißlichen Anfluges auf der Oberfläche poröser Körper beim Austrocknen derselben. Die Flüssigkeit, welche die Körper durchdringt, führt lösliche Substanzen… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Auswittern — Auswittern, 1) der Witterung ausgesetzt, eine Veränderung der Oberfläche, bes. einen staubartigen Überzug auf der Oberfläche bekommen, s. Beschlagen; 2) (Miner.), von Erzen, die in den Gruben ihren metallischen Gehalt verlieren; 3) (Jagdw.), so v …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Auswittern — (Ausblühen, Effloreszieren), das Erscheinen eines lockern kristallinischen, meist weißen Anflugs auf oer Oberfläche besonders poröser Körper. Die Feuchtigkeit, welche diese Körper durchdringt, löst in denselben enthaltene Salze etc., die Lösung… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • auswittern — verwittern; dem Wetter aussetzen; verwittern lassen * * * aus||wit|tern 〈V. intr.; ist/hat〉 1. durch Witterungseinflüsse leiden 2. aus Mauerwerk sich ausscheiden * * * aus|wit|tern <sw. V.>: 1. (Geol.) a) verwittern <ist>: das Gestein …   Universal-Lexikon

  • auswittern — aus|wit|tern (verwittern; an die Oberfläche treten lassen) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Mauersteine [2] — Mauersteine (Backsteine, Barnsteine, Mauerziegel, Ziegel; hierzu Tafel »Mauersteine I u. II«), künstliche Steine aus gebranntem Ton, seltener aus anderm Material. Man benutzt zu Mauersteinen magere (sandhaltige) Tone, die beim Trocknen und… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Steinprüfung — Steinprüfung, Verfahren, um an Bausteinen die äußere Beschaffenheit, Dichtigkeit, Wasseraufnahmefähigkeit und Fertigkeit, das Anhaften des Mörtels sowie den Gehalt an löslichen Bestandteilen und schädlichen Beimengungen, die Wasserdurchlässigkeit …   Lexikon der gesamten Technik

  • Wittern — Wittern, verb. regul. welches auf dreyfache Art gebraucht wird. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben. (1) Donnern, unpersönlich, wofür in den niedrigen Sprecharten auch wettern üblich ist. Es wittert, hat gewittert. So läßt der Frösche… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Reinigen — Reinigen, 1) von anklebendem od. untermischtem Unrath befreien; über das Reinigen des Getreides s.d. S. 307; 2) (Beizen) bei Metallarbeiten, bes. bei Blechen u. Drähten, die bei der Bearbeitung entstandene Oxydschicht auf der Oberfläche durch… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Säubern — Säubern, 1) von Schmutze u. Unreinigkeit befreien; 2) was nicht an einen Ort gehört, wegschaffen; 3) das dürre Holz an den Bäumen ausschneiden; 4) (Weinb.), so v.w. Ausgeizen; 5) (Bienenz.), so v.w. Auswittern 5) …   Pierer's Universal-Lexikon