Böslich


Böslich

Böslich, adv. auf eine böse Art. 1) Den göttlichen und menschlichen Gesetzen zuwider. Böslich leben, Weish. 10, 5, in welcher Bedeutung aber dieses Wort im Hochdeutschen nicht gebraucht wird. 2) Mit Wissen und Vorsatze böse, in der Absicht zu schaden. Jemanden böslich verklagen, ihn fälschlich anklagen, um ihm zu schaden, Esth. 6, 9. Seinen Ehegatten böslich verlassen. Hier ist es mit boshaft einerley, ob es gleich den harten Begriff des letztern etwas mildert, kommt aber im Hochdeutschen außer der Gerichts- und Kanzelleysprache wenig vor.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • böslich — bös|lich 〈Adj.; veraltet〉 böswillig …   Universal-Lexikon

  • Thun — 1. Allein thon, allein büsst. – Franck, I, 74b. 2. Alles gethan mit bedacht, hat niemand in vnglück bracht. – Gruter, III, 4. Lat.: Praecedat consideratio, et subsequatur operatio. (Chaos, 140.) 3. Alles ge(ver)than vor meinem end macht ein… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Überläufer, der — Der Ǘberläufer, des s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Überläuferinn, diejenige, der jemandes Partey böslich verlässet, und zu dessen Gegentheile überläuft, besonders im Kriege. Der Ausreißer oder Deserteur ist derjenige, der seine Fahne böslich… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Ausreißer, der — Der Ausreißer, des s, plur. ut nom. sing. 1) Ein Entflohener, besonders von Soldaten, der seine Fahne böslich verlässet, von der letzten Bedeutung des vorigen Wortes. In dem Salischen Gesetze wird ein solcher Ausreißer Austrappo genannt, von… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Deserteur, der — Der Deserteur, (sprich Desertȫr,) des s, plur. die s, aus dem Französischen, ein Soldat, welcher seinen Stand eigenmächtig und böslich verläßt; ein Ausreißer, der, wenn er zum Feinde übergehet, ein Überläufer genannt wird. Daher desertiren, verb …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Unterschlagen — Unterschlagen, verb. irreg. act. S. Schlagen. 1. Unterschlágen; ich unterschlage, unterschlagen, zu unterschlagen. (1) * Wie unterscheiden, in der veralteten eigentlichen Bedeutung, einen Raum durch eine dazwischen geschlagene Scheidewand in zwey …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Unterschleif, der — Der Unterschleif, des es, plur. doch nur in der zweyten Bedeutung von mehrern Arten, die e. 1. Die Beherbergung, die Aufnahme unter sein Dach; eine im Hochdeutschen nicht sehr gangbare, im Oberdeutschen aber üblichere Bedeutung, wo das Wort auch… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Adelung'sche s-Schreibung — Die Adelungsche s Schreibung ist eine Regel in der deutschen Rechtschreibung für die Schreibung der s Laute. Häufig wird sie auf die Entscheidung reduziert, ob der stimmlose s Laut [s] als „ss“ oder als „ß“ (Eszett) zu schreiben ist, sofern er… …   Deutsch Wikipedia

  • Adelungsche s-Schreibung — Die adelungsche s Schreibung (nach Johann Christoph Adelung) ist eine Regel in der deutschen Rechtschreibung für die Schreibung der s Laute. Häufig wird sie auf die Entscheidung reduziert, ob der stimmlose s Laut [s] als „ss“ oder als „ß“… …   Deutsch Wikipedia

  • Brictius Nordanus — Brictius thom Norde, (auch: Brictius von Norden, Brictius Nordanus, Brictius thon Norde; * um 1490 in Schöppingen; † 4. August 1557 in Lübeck) war ein lutherischer Theologe und Reformator Leben Brictius thom Norde stammte aus Schöppingen bei… …   Deutsch Wikipedia