Begräbniß, das


Begräbniß, das

Das Begräbniß, des -sses, plur. die -sse. 1) Die Handlung des Begrabens einer Leiche, die Beerdigung. Ein Begräbniß ausrichten. Ein ehrliches Begräbniß bekommen. Jemanden zum Begräbnisse bitten. Mit zum Begräbnisse gehen. Daher der Begräbnißpfennig, Begräbnißgroschen u.s.f. Münzen, welche auf Todesfälle hoher Personen geschlagen werden. 2) Der Ort, wo ein Verstorbener begraben wird, oder begraben worden. Die Leiche in das Begräbniß setzen. Sich einen Ort zum Begräbnisse ausersehen. Ein Erbbegräbniß.

Anm. Statt dieses Wortes war so wohl in der Sächsischen als Alemannischen Mundart ehedem Bigrafft, Beygrefft, Beygrufft, und Beygroff üblich. In der Oberdeutschen Mundart ist dieses Wort weiblichen Geschlechtes. S. -Niß.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Begräbniß — Begräbniß, 1) vor u. bei dem Versenken von Leichen in dazu bestimmte Grüfte gewöhnliche Ceremonien u. Gebräuche, s.u. Todtenbestattung 2) Gruft in einer Kirche od. auf einem Gottesacker u. hier meist in einem eingefriedigten Raum (Begräbnißplatz) …   Pierer's Universal-Lexikon

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  • Bestattung der Todten — erscheint bei allen Völkern als eine Pflicht und gibt nach der Weise, wie sie geübt wird, einen Maßstab der Cultur eines Volkes, besonders in religiöser Beziehung. Die meisten Völker übergeben den Leichnam der Erde, bei anderen wird er verbrannt …   Herders Conversations-Lexikon

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