Belugsen

Belugsen

Belugsen, (sprich beluksen,) verb. reg. act. welches nur in den niedrigen Sprecharten üblich ist, für hinterlistig betriegen. Jemanden belugsen. Nieders. beluksen, Dän. belugse, behende betriegen. Die Abstammung dieses Wortes von lugen, sehen, lauern, welches noch in der gröbern Oberdeutschen Mundart üblich ist, ist schon bey dem Worte Ablugsen bemerket worden. Auch im Schwed. bedeutet lucksa betriegen, welches Herr Ihre von dem alten Alemannischen lucko, falsus ableitet; allein dieses stammet wieder von lügen ab.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Ablugsen — † Ablugsen, verb. reg. act. in niedrigen Ausdrücken. 1) Ablauern. Einem etwas ablugsen, heimlich absehen. 2) Durch List und Ränke von einem erhalten. Einem Geld ablugsen. Anm. Wachter leitet das verwandte belugsen von Luchs, lynx, her, und… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Betriegen — Betriegen, verb. irreg. act. (S. Triegen,) die gegründete Erwartung eines andern, in der Absicht ihm zu schaden, unerfüllet lassen. Dieses geschiehet im gesellschaftlichen Leben, 1) auf die gröbste Art, wenn man einen andern unter dem Versprechen …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Blicken — Blicken, verb. reg. welches in einer doppelten Gattung üblich ist. I. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben. 1. Einen kurzen, schnell vorüber gehenden Schein von sich geben. 1) Eigentlich. Die Sonne blickt durch die Wolken. Das Silber blickt… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Lauschgarn, das — Das Lauschgarn, des es, plur. die e, in der Jägerey, zarte Garne, welche man des Abends und Morgens vor die Hölzer stellet, Hasen und Füchse damit zu belauschen; das Lauschnetz, Lucknetz, von lugen, sehen, oder belugsen, berücken …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Lecker (1), der — 1. Der Lêcker, des s, plur. ut nom. sing. 1) Ein in den vertraulichen Sprecharten, besonders Niedersachsens übliches Wort, einen lebhaften Grad einer sinnlichen Begierde zu bezeichnen. Der Lecker steht ihm darnach, er ist darnach lüstern. 2) Ein… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • List, die — Die List, plur. die en, ein Wort, welches heut zu Tage einen großen Theil von dem ehemahligen Umfange seiner Bedeutung verloren hat. Es bezeichnete nehmlich, 1. * Ehedem. 1) Kunst, d.i. Fertigkeit etwas zur Wirklichkeit zu bringen, besonders so… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Luchsen — Luchsen, verb. reg. act. et neutr. S. Lugen und Belugsen …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Lugen — * Lugen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches im Hochdeutschen unbekannt, aber noch in einigen Oberdeutschen Gegenden üblich ist, wo es sehen, schauen, bedeutet. So fueg dich Auf die hohen platten und lug Wenn der held Tewerdank… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Schwänzen — Schwänzen, verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. I. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben. 1) Mit dem Schwanze wedeln, besonders von den Hunden, wenn es aus einem Wohlbehagen und aus Freundlichkeit geschiehet, wofür auch… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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