Beybringen


Beybringen

Beybringen, verb. irreg. act. S. Bringen. 1) Herbey bringen, doch nur in weiterer und figürlicher Bedeutung. Zeugen beybringen, zum Beweise einer Sache aufführen. Das Original einer Urkunde beybringen, herbey schaffen. 2) Eine Sache an oder in die andere bringen, gleichfalls nur in weiterer und figürlicher Bedeutung. Jemanden Gift beybringen, machen, daß er ohne sein Wissen Gift bekommen muß. Seinem Gegner einen Stoß beybringen, im Fechten. Der Jugend nützliche Wissenschaften beybringen, sie zur Erkenntniß derselben bringen. Wer hat dir diese üble Meinung von mir beygebracht? Einem eine Furcht, ein Mißtrauen beybringen, bey ihm verursachen. So auch die Beybringung.

Anm. Die Wortfügung einem etwas beybringen, es ihm beweisen, darthun, Hiob 39, 32, und Apostelg. 24, 13, ist im Deutschen nicht gewöhnlich.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Johann Cyriacus Höfer — (* um 1605 in Großwerther; † 1. Februar 1667 in Kalkhorst) war ein deutscher evangelischer Pfarrer und theologischer Schriftsteller. Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Wirken 1.1 Familie 2 Werke …   Deutsch Wikipedia

  • Scharnhäuser (Frankfurt) — Die Scharnhäuser an der Saalgasse, kurz nach 1900 …   Deutsch Wikipedia

  • Abrichten — Abrichten, verb. reg. act. einer Sache die gehörige Richtung geben, doch mit verschiedenen Nebenbegriffen. 1) Im eigentlichsten Verstande. So bedeutet auf den Eisenhämmern, das Stabeisen abrichten, es völlig gerade richten, welches vermittelst… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Abscheu, der — Der Abscheu, des es, plur. car. 1) Der höchste Grad der Abneigung der Empfindungen von einem Gegenstande. Einen Abscheu vor etwas haben, oder tragen, ist besser, als an etwas. Einem einen Abscheu vor etwas beybringen. Ich empfinde bey mir einen… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Abwendig — Abwèndig, adv. welches von dem vorher gehenden Zeitworte gemacht worden, so fern dasselbe eine Abneigung von etwas beybringen bedeutet. 1) Anderes Sinnes. Einen von seinem Vorhaben abwendig machen. Er läßt sich durch nichts abwendig machen, von… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Anführen — Anführen, verb. reg. act. 1. An etwas führen, führend einer Sache nähern, und zwar, 1) in eigentlicher Bedeutung, mit der Hand einer Sache nähern. In diesem Verstande kommt dieses Verbum noch in dem Bergbaue vor, wo die Bergeisen anführen, so… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Aufklären — Aufklären, verb. reg. act. wieder klar, heiter machen. 1) Eigentlich. Das Wetter, der Himmel klärt sich auf. Bey aufgeklärten Himmel. 2) Figürlich. (a) Sein Gesicht klärt sich allgemach auf, wird heiter. (b) Deutlich machen, erklären. Ich hoffe,… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Bestätigen — Bestätigen, verb. reg. act. ster, d.i. haltbar, dauerhaft machen. 1) * Im eigentlichsten oder physischen Verstande, der aber im Hochdeutschen veraltet ist. In dem 1483 zu Augsburg gedruckten Buche der Natur heißt es: darumb spricht die Schrift,… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Bey — Bey, eine Präposition, welche mit der dritten Endung oder dem Dative verbunden wird, zur Bestimmung so wohl eines Ortes, als auch einer Zeit dienet, und besonders in dem ersten Falle, einen Zustand, oder eine Handlung so wohl in der Nähe, als… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Darthun — Darthun, verb. irreg. act. S. Thun. 1) * Eigentlich, darstellen, körperlich gegenwärtig machen; in welcher Bedeutung aber dieses Wort nicht üblich ist. 2) Figürlich und in engerer Bedeutung, die Wahrheit oder Falschheit einer Sache begreiflich… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart