Beyschlaf, der


Beyschlaf, der

Der Beyschlaf, des -es, plur. car. die fleischliche Vermischung zweyer Personen. Der eheliche Beyschlaf. Kinder so aus unehelichem Beyschlafe geboren werden, Weish. 4, 6.

Anm. Notker gebraucht dafür Mitesclaf, Mitschlaf. Das Verbum beyschlafen, welches auch Weish. 7, 2, vorkommt, ist im Hochdeutschen nicht üblich. Man gebraucht dafür entweder das einfache schlafen mit dem Vorworte bey, oder beschlafen. Bey dem Matthesius kommt Beyschlaf in der folgenden Bedeutung einer Beyschläferinn vor.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Hurer, der — Der Hurer, des s, plur. ut nom. sing. in der harten Schreibart, eine Person männlichen Geschlechtes, welche durch unehelichen Beyschlaf die Keuschheit verletzet. Bey dem Ottfried und Willeram Huorar, Huarer, wo es doch in engerer Bedeutung einen… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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