Burzelbaum, der


Burzelbaum, der

Der Burzelbaum, Purzelbaum, des -es, plur. die -bäume, im gemeinen Leben, eine Art des Fallens, da man sich auf den Kopf stellet, den Hintern in die Höhe hebet, und auf die andere Seite niederfallen lässet. Einen Burzelbaum machen oder schießen.

Anm. Baum druckt in dieser Zusammensetzung die senkrechte Erhebung des Hintern aus. In Schlesien heißt der Burzelbaum ein Burzelbock, in Franken ein Stürzbaum, im Österreichischen ein Kuchenschaß, in Westphalen und Hamburg Heusterpeuster, Kopfheuster, in der Mark Brandenburg und Pommern Kobold, im Dänischen Kolbotte, beyde nach dem Franz. Culbut und culbuter, im Holländ. hillebillen.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Kobold (1), der — 1. Der Kobold, plur. car. in den gemeinen Sprecharten, ein Burzelbaum. Kobold schießen, einen Burzelbaum machen; Dän. kolbotte. Vermuthlich aus dem Franz. Culbut, und culbuter. S. Burzelbaum …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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